Sammlung vorangegangener Zitate
Hoffnung ist die Fähigkeit
die Musik der Zukunft zu hören.
Glaube ist der Mut
in der Gegenwart danach zu Tanzen.
Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.
Joseph Addison
Was kann der Mensch dem Menschen Höheres bieten als die Wahrheit?
Friedrich Schiller
Unser Leben
Was wir nennen unsre Heimat
ist gegeben uns auf Zeit,
es zu pflegen, zu bewahren,
unsrem Volk in Redlichkeit.
Was wir nennen unsre Freiheit
welkt dahin, wenns wurzellos;
die Gemeinschaft erst macht fähig,
frei zu sein statt bindungslos.
Was wir nennen unser Leben,
hat das Schicksal uns geliehn,
daß wir's Kindern weiter geben,
daß wir Kinder recht erziehn.
(Holger Schleip)
Nicht nur Bäume
Nicht nur Bäume haben Wurzeln,
auch wir Menschen schöpfen Kraft
aus dem Land, dem wir verbunden,
aus der Heimat Mutterschaft.
Nicht nur Bäume tragen Früchte,
auch wir Menschen finden Sinn,
schenken unser Leben weiter,
geben uns für andre hin.
Nicht nur Bäume bilden Arten,
auch wir Menschen sind nicht gleich:
Völker, Rassen, Religionen
- hierdurch ward die Menschheit reich.
Nicht nur Bäume stehen aufrecht,
auch uns selbst gereicht's zur Ehr,
kund zu tun den eignen Standpunkt,
einzuknicken nimmermehr.
(Holger Schleip)
Das Mutterunser
Mutter Erde um uns,
geheiligt werde dein Leben,
und geachtet seien die Rechte
aller deiner Kinder.
Lehre uns Ehrfurcht
vor dem Erleben
unserer Mitgeschöpfe.
Schenke uns Freude,
so wie wir versuchen,
anderen Freude zu bereiten.
Leih uns Verständnis
auch für uns Unverständliches,
und hilf uns zu bewahren
die Vielfalt deines Lebens.
(Holger Schleip)
Sprich Deutsch
Sprich deutsch, mein Kind,
wie dichīs der Mutter Mund gelehrt!
Sprich deutsch, mein Kind,
wie du vom Vater hastīs gehört!
Ob grad erlebt, ob es Erinnerung:
Es schließt im Mutterlaut grad wie
Ein lebend Band dich ein
Und überall im Stimmenschwall,
wo du vertraute Worte hörst,
wirst du zu Hause sein.
Es lebt kein Volk,
das seine Sprache schmäht,
es lebt kein Staat,
der fremde Laute pflegt....
Die Sprache ist des Volkes Lebensgrund
Und Kraftquell ihm zu jeder Stundī....
Sprich deutsch drum, liebes Kind,
sei stolz auf deiner Sprache Laut,
weil Völker unbesiegbar sind,
die diesem Fels sich anvertraut.
(Hans-Jürgen Evert)
"Der Mensch braucht die Nation, der Kapitalist nicht."
"Wir leben gottlob noch nicht in einer Lea-Rosh-Kultur, in der sich deutscher Geist nur geduckt bewegen soll oder rückschaudernd erstarren und jede erhobene Stirn, etwa zum Ausschauhalten, als pietätlos und mißliebig angesehen wird."
Botho Strauß, "Was bleibt von Handke" , F.A.Z., 01.06.06, Nr. 126 / Seite 37
"Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."
Otto Fürst von Bismarck (1815-1898), deutscher Staatsmann
"Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben."
Christian-Friedrich Hebbel (1813-63) dt. Dichter
"Wenn man etwas Neues macht, ist man nicht sicher, ob es besser wird.
Aber wenn etwas besser werden soll, muss man etwas Neues machen."
Georg Christoph Lichtenberg
"Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, daß er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern daß ihn das immer weniger stört."
Václav Havel (*1936), tschech. Schriftsteller,
1989-2003 Staatspräs., 1989 Friedenspreis d. Dt. Buchhandels
"Es gibt schwierige Vaterländer. Eines von ihnen ist Deutschland. Aber es ist unser Vaterland."
Gustav Heinemann (1899-1976),
dt. Politiker (SPD), 1969-74 Bundespräsident
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet,
dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen,
was sie nicht hören wollen."
George Orwell (1903-1950)
eigentl. Eric Athur Blair, engl. Schriftsteller
Werdet nicht der Menschen Knecht!
Laßt Euer Recht nicht ungeahndet
von anderen mit Füßen treten!
Wer sich unter seinesgleichen zum Wurm macht,
da ihn doch Gott zum Menschen schuf,
muß sich nicht wundern,
wenn man ihn nachher als Wurm behandelt
und unter die Füße tritt.
Immanuel Kant
1724-1804
"Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein.
Die öffentlichen Schulden müssen
verringert werden.
Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert
werden.
Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden,
wenn der Staat nicht bankrott gehen will."
Cicero, röm. Politiker
106 v. Chr. - 43 v.Chr.
"Für meine Deutschen bin ich geboren, meinen Deutschen will ich dienen.
Ich muß mich sorgen um das elende, verlassene, verachtete und verkaufte Deutschland,
dem ich kein Arges, sondern alles Gute gönne,
als ich schuldig bin meinem lieben Vaterland".
Martin Luther
10.11.1483 - 18.02.1546
Laokoon
Es wagt schon wieder keiner zu mucken
gegen das Denkmonopol
Rings Resignieren und Achselzucken:
"Je nun, so ist das wohl!"
Oh, es gibt viele Experten der Knechtung.
Mal sind sie leise, mal laut.
Aber sie spinnen ihre Verpflechtung
dicht, bis sich keiner mehr traut.
Kürzlich war's noch der grobe Drill
Heut sind's die technischen Tester.
Immer zieht wer sich befreien will,
um sich die Schlingen noch fester.
Olaf Lunaris
Aus dem Band "Heimat" bei Bechtle 1998
"Die Amerikaner haben eine immens hohe Meinung von sich selbst,
und es fehlt nicht viel, daß sie glauben,
eine Art Species jenseits der menschlichen Rasse zu sein."
Alexis de Toqueville (1807-1859)
"Die Wahrheit siegt, aber sie kann nur siegen, wenn sie gesagt wird."
Johann Hus (1369-1415)
"Jede Sprache ist das vollständigste und genaueste Abbild des Volkes,
das sie spricht, in sich trägt und dem Lernenden überliefert.
In seiner Muttersprache ehrt sich jedes Volk, in der Sprache Schatz
ist die Urkunde seiner Bildungsgeschichte niedergelegt,
hier waltet wie im einzelnen das Sinnliche, Geistige, Sittliche.
Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf
und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.
Mag es dann alle Weltsprachen begreifen
und übergelehrt bei Babels Turmbau zum Dolmetscher taugen!"
Friedrich Ludwig Jahn
1778 - 1852
(Schriftsteller, Politiker und Begründer der deutschen Turnerbewegung: "Turnvater Jahn")
"Die ungeschriebenen Gesetze und Zwänge der Natur
werden letztlich dasjenige Volk belohnen,
das sich allen Widerwärtigkeiten zum Trotz erhebt,
um gegen Ungerechtigkeiten, Lügen und Chaos anzukämpfen.
Das war stets so in der Geschichte
und so wirds immer sein.
Weder uns noch unseren Nachkommen
wird dieser Kampf ums Überleben erspart bleiben."
Immanuel Kant
"Niemand in der Welt zieht Kinder gross, um sie später, wenn sie
erwachsen sind, Kriege führen und im Krieg umkommen zu lassen."
Hermann Gmeiner
"Wir erleben einen antideutschen Rassismus. Alle Länder der Welt erlauben es sich, die Deutschen zu beleidigen, und ich frage mich manchmal, ob wir nicht völlig verrückt sind, daß wir uns nicht zu wehren wagen."
Monika Maron Schriftstellerin in: Die Woche 15.01.1999, S.33
"Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk."
Carl Schmidt in: Der Begriff des Politischen, Berlin, 1991, S. 54
"Siehe, ihr seid nichts, euer Tun ist auch nichts, und euch zu wählen ist ein Greuel."
(Jesaja 41, Vers 24)
"Der Reiche (auch der reiche Staat) kann sich
ein ökonomisches Fehlverhalten länger leisten als der Arme,
er wird später aber um so härter getroffen"
"Nicht die Freiheit der Rede ist das Problem,
sondern die Freiheit nach der Rede."
Der Duma-Abgeordnete Grigori Aleksejewitsch Yavlinski
"Um klar zu sehen, genügt oft schon ein Wechsel der Blickrichtung"
Antoine de Saint-Exupery
"Wo im demokratischen Staat die Regierung versagt, muß der Bürger vor die Haustüre treten"
("Schweizer Zeit" 27/02)
"Freiheit ohne Gerechtigkeit ist Willkür!"
(Jean Anouilh 1910 - 1987)