Zitatensammlung: Tätervolk

Quelle: Heinz Nawratil "Der Kult mit der Schuld"

Ralph Giordano in seinem Buch "Die zweite Schuld" 1987: "Ich bin immer, ohne je geschwankt zu haben, ein Anhänger der Kollektivschuld gewesen." Und "Jede zweite Schuld setzt eine erste voraus - hier: die Schuld der Deutschen unter Hitler. Die zweite Schuld: die Verdrängung und Verleugnung der ersten nach 1945."

D.J. Goldhagen "Hitlers willige Vollstrecker": der Deutsche sei "im allgemeinen brutal und mörderisch"... gehöre "einer politischen Kultur des Todes" an (Der Harvard-Professor Goldhagen wurde von der Regierung Kohl am 10. März 1997 mit dem Demokratiepreis, dotiert mit 10.000 Mark, ausgezeichnet.)

Präsident Roosevelt an Kriegsminister Stimson: "Dem gesamten deutschen Volk muß eingehämmert werden, daß die ganze Nation an einer gesetzlosen Verschwörung gegen die Gesittung der modernen Welt beteiligt war." Anweisung an die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland - Direktive JCS 1067: "Es sollte den Deutschen beigebracht werden, daß Deutschland skrupellose Kriegsführung aus dem Geist des fanatischen Naziwiderstands die deutsche Wirtschaft zerstört und Chaos und Leiden unvermeidlich gemacht hat und daß die Deutschen der Verantwortlichkeit nicht entrinnen können für das, was sie selbst über sich gebracht haben. Deutschland wird nicht besetzt werden zum Zwecke der Befreiung, sondern als eine besiegte Feindnation."

"Jerusalem Post" am 4.09.1985 (Rede 8.5.85 v. Weizäcker): Der Bundespräsident habe "die junge Generation in Deutschland... konfrontiert mit der Unsühnbarkeit kollektiver deutscher Schuld".

Theodore N. Kaufman "Germany must perish": "Sterilisierung sollte nicht mit Kastration verwechselt werden. Es ist eine gefahrlose und einfache Operation, ziemlich harmlos und schmerzlos, die den Patienten weder verstümmelt noch zum geschlechtslosen Wesen macht... Wenn man bedenkt, daß solche gesundheitsfördernden Maßnahmen wie Impfungen und Serumbehandlung als direkte Wohltat für die Bevölkerung betrachtet werden, dann kommt man nicht umhin, die Sterilisierung des deutschen Volkes als eine große Gesundheitsmaßnahme der Menschheit zu betrachten, um sich für immer gegen den Virus des deutschen Wesens (Germanism) zu immunisieren."

Prof. Hooton forderte 4.1.1943 und 1944 "PM"-Aufsatz "Breed War Strain out of Germans" Die "deutsche Aggressivität" aus dem Volk herauszuzüchten.

General Eisenhower am 7.08.1944 in einem Gespräch mit Morgenthau: "Die ganze deutsche Bevölkerung ist ein zusammengesetzter Fall von Paranoia. Und es gibt keinen Grund, einen Paranoiker schonend zu behandeln. Die beste Behandlung besteht darin, die Deutschen im eigenen Saft schmoren zu lassen."

Montgomery, britischer Oberbefehlshaber, in seiner Botschaft an die Bevölkerung: "... Unsere Soldaten handeln auf Befehl... Sie haben in den Ländern, in die eure Führer den Krieg trugen, schreckliche Dinge geschaut. Für diese Dinge, meint ihr, seid ihr nicht verantwortlich, sondern eure Führer. Aber aus dem deutschen Volk sind diese Führer hervorgegangen. Dieses Volk ist für seine Führer verantwortlich."

Erich Kuby, Literat, spricht von "Andersartigkeit des deutschen Volkes", die für die Nachbarn bedrohlich sei ...

EKD - in der Vertriebenendenkschrift 1965 "Die Lage der Vertriebenen und das Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen Nachbarn": "Das deutsche Volk" habe "schwere politische und moralische Schuld gegenüber den Nachbarn auf sich geladen" und die Vertreibung sei ein "Gericht Gottes" und "Wiedergutmachung für vergangenes Unrecht"; Polen brauche "Lebensraum" (!) für Millionen Menschen.

Thierse am 20.01.2000: "Wie kein anderer Name steht Auschwitz für eine Schuld, die nicht vergeben werden kann und die nie vergessen werden darf. Wenn diese Schuld auch nicht übertragbar ist - die Verantwortung, die daraus erwächst, ist sehr wohl übertragbar."

Bibel - Prophet Ezechiel (Ez 18,20): "Der Sohn darf nicht an der Schuld seines Vaters, und der Vater nicht an der Schuld seines Sohnes tragen"

Alexander Schuller - "Welt" 26. Juni 1999: "Wer zwischen Milosevic und den Serben unterscheidet, hat recht. Wer zwischen Hitler und den Deutschen nicht unterscheidet, erst recht. Beides ist nicht vergleichbar... Jetzt sind auch wir Deutsche ein auserwähltes - ein von Gott verfluchtes - Volk."

Quelle: Helmut Schröcke, "Kriegsursachen - Kriegsschuld"

Louis Nizer "What to do with Germany" 1943/44 "Ja es gibt sie wirklich, die deutsche Verschwörung gegen den Weltfrieden und gegen die freie Menschheit in sämtlichen Ländern …Das ist dem Volk in die Seele gebrannt (S.45)...."Es ist nicht der jeweilige Staatslenker, ...der den Krieg gegen die Menschheit geführt hat. Es ist das deutsche Volk." ( S.66)

Aus dem Gespräch Roosevelts mit Morgenthau am 19.8.1944: "Wir müssen mit Deutschland hart umspringen, und ich meine damit das deutsche Volk, nicht nur die Nazis. Entweder müssen wir das deutsche Volk kastrieren, oder aber wir müssen es so behandeln, daß es keine Nachkommen mehr zeugen kann."

Talk-show "Vorsicht Friedman" Thema "Deutschland einig Rassistenland?" 2000 Johannes Gerster, bis 1994 als Chef der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, seit 1997 nicht nur als Leiter des dortigen Zweiges der Konrad-Adenauer-Stiftung, sondern auch als Vizepräsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft. Die deutsch-israelischen Beziehungen begreift Gerster als "Verhältnis vom ,Volk der Täter von gestern' zum ,Volk der Opfer'", wie er in den "Israel Nachrichten" vom 21. Februar 2003

In DIE WELT vom 5. April 2002 sagte der Vorsitzende des "Zentralrates der Juden in Deutschland" Paul Spiegel auf die Frage: "FDP-Vize Jürgen Möllemann wirft Israel vor, den Terrorismus zu fördern, und erklärt, er würde sich wie die Palästinenser mit Gewalt wehren, falls Deutschland besetzt würde": Spiegel: "Die Äußerung Möllemanns markiert seinen moralischen Bankrott. Nicht nur rechtfertigt er ohne Vorbehalte den Terrorismus und seine Gewaltakte als politisches Mittel der Auseinandersetzung, er setzt damit auch eine gefährliche Tradition fort, die im Land der Mörder, das den eliminatorischen Antisemitismus bis zur letzten Kriegsminute praktizierte, offensichtlich immer noch existiert: Anstatt gegen Antisemitismus zu mobilisieren - was hier zu Lande tatsächlich etwas Neues wäre -, wird in Sachen Feindmarkierung eher der Schulterschluss mit den Antisemiten praktiziert."

Am 4./5. Oktober 1997 erschien im Feuilleton der "Süddeutschen Zeitung" ein Artikel von Claudius Seidl mit dem Titel "Was ist Deutsch?". Dort war zu lesen: "Deutsch war für den Rest schon der mittelalterlichen Welt ein Schimpfwort, das plump, versoffen, brutal bedeutete. Deutsch war etwas, das die Deutschen noch erfinden und erschaffen mußten, und am konsequentesten ging dabei Adolf Hitler vor, der alles aussortierte, was auf keinen Fall dazugehören durfte: die Juden und Zigeuner, die Dunkeln und die Schwachen. Womit ihm immerhin eine Definition gelang, die bis dahin die genaueste war: "Deutsch ist, wer zum Volk der Mörder gehört".

Lecache-Lifschitz, Bernard, Zionistenführer, Le droit de vivre, 18. 12. 1938(!). "Es ist unsere Sache, die moralische und kulturelle Blockade Deutschlands zu organisieren und diese Nation zu vierteilen. Es ist unsere Sache, endlich einen Krieg ohne Gnade zu erwirken."

Friedensnobelpreis-Träger Elie Wiesel, Wien, in Legends of our time, Avon Books, New York 1968, S. 177f "Jeder Jude müßte sich irgendwo in seinem Inneren eine Zone des Hasses freihalten, eines gesunden und mannhaften Hasses für das, was der Deutsche verkörpert und im Deutschen fortbesteht. Sich anders zu verhalten hieße, die Toten zu verraten."


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