Amerikanisches Spionagesystem
überwacht auch Sie!
Ist "Big Brother" schon allgegenwärtig?
Der US-Geheimdienst kann weltweit alle Telefon-, Fax-, Telex-, Internet- und E-Mail-Verbindungen anzapfen. Eines der wichtigsten Zentren ist dabei die US-Satelliten-Kontrollstation im oberbayerischen Bad Aibling.
Mit dem Einsatz von mindestens 120 Satelliten, eigens geschulten U-Boot-Besatzungen und mehreren tausend technisch wie sprachlich qualifizierten Experten ist die National Security Agency (NSA) zu erstaunlichen Dingen in der Lage: Sie kann nicht nur in Europa, sondern rund um den Erdball alle Telefon-, Fax-, Telex-, Internet- und E-Mail-Verbindungen anzapfen und über feinste Filter- und Codewort-Systeme gezielt politisch, polizeilich, aber auch wirtschaftlich wichtige Informationen herausfiltern. Jeder ist davon betroffen! Ein falsches Wort genügt!
Möglich ist das durch die Spionage-Anlage "Echelon", die von den US-Lauschern mit tatkräftiger Unterstützung ihrer britischen Kollegen von den "Government Communications Headquarters" (GCHQ) mindestens schon seit den 70er Jahren betrieben wird. Die europäische Behörde für Technikfolgen-Bewertung (STOA) hat eine 45-Seiten-Studie über diese Aufklärung vorgelegt. Danach fließt der weitaus größte Teil der jährlich von den USA für Spionage ausgegebenen bis zu 40 Milliarden Mark allein in diese Einrichtung. Zielobjekte seien Regierungen, Organisationen und Industrie- Unternehmen in praktisch allen Ländern der Erde. Das Ziel ist die politische, militärische und wirtschaftliche Hegemonie der USA und des Verbündeten Großbritannien.
So wird vermutet, daß Vodafone-Airtouch im monatelangen Poker um Mannesmann alle Nachrichten aus der Düsseldorfer Konzernzentrale zugespielt wurden. Europäische Bewerber für Regierungsausschreibungen in Saudi-Arabien (Airbus) und Brasilien (Thomson-CSF) wurden ausgetrickst, weil die Amerikaner stets wußten, wie deren Angebote kalkuliert waren. Der STOA-Studie zufolge beläuft sich der durch derartige Wirtschaftsspionage entstandene Schaden auf rund 40 Milliarden Mark jährlich. In der Studie wird zudem vermutet, daß die NSA mit den Softwareherstellern Microsoft, Lotus und Netscape geheime Vereinbarungen zur Informationsbeschaffung getroffen hat.
Die Rechercheure von STOA kritisieren in diesem Zusammenhang, daß die Europäer den Einsatz der "Echelon"-Aktionen von ihrem Territorium hinnehmen. Umgekehrt, so heißt es, würden die USA dergleichen nie dulden. Ähnliche Anlagen wie im oberbayerischen Bad Aibling bestehen in San Vito dei Normanni (Italien), Chicksands und Menwith Hill (England) und Karamusel (Türkei). Protestieren auch Sie gegen die Spionage einer fremden Macht auf deutschem Boden! Sprechen Sie Ihren Abgeordneten, Bürgermeister und Nachbarn an!
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Die US-Satelliten-Kontrollstation in Bad Aibling ist mit dem im Grundgesetz geschützten Post- und Fernmeldegeheimnis unvereinbar. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, die Anlage sofort zu schließen! Diese Forderung unterstütze ich mit meiner Unterschrift:
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