Weil Information kein Selbstzweck ist
Eine kleine Anleitung zum Umgang mit dem Pressespiegel

Wie ist der Pressespiegel entstanden?

Die ersten Ausgaben des Pressespiegels erschienen unter dem Titel "Antifaschistischer Pressespiegel" und dokumentierten vor allem die massiven Angriffe der Antifa auf die damals junge Deutschland-Bewegung. Im Laufe der Zeit wurde der thematische Schwerpunkt von der Beobachtung auf die eigene offensive Arbeit verlagert. Zunächst wurde der Innere Frieden besonders beachtet, was sich seit 1994 im Titel niederschlug. Seit 1997 heißt der Dienst nur noch "Pressespiegel", entsprechend dem ganzheitlichen Ansatz der Deutschland-Bewegung.

Weil Lesen allein nichts verändert

Das besondere Kennzeichen des Pressespiegels ist sein Charakter als Arbeitsinstrument für politisch aktive und besonders interessierte Bürger. Dahinter steht die Erkenntnis, daß viel zu viel gelesen und viel zu wenig gehandelt wird. Manche lesen sich tot, und haben keine Zeit und Kraft mehr, um gegen die Übel, die sie beschrieben finden, durch politisches Engagement anzugehen.

Qualität für die nationale Informationselite

Natürlich setzt politisches Handeln die besten Informationen voraus. Der Pressespiegel soll dabei helfen, die wichtigsten Informationen konzentriert zusammenzutragen. Wenn Chefredakteure wichtiger Blätter sagen, daß Sie das blaue Heft stets aus dem Postberg herausholen und als erstes lesen, dann zeigt es, daß dies gelingt. Wichtig ist, daß sie die Originalmeldungen und Interviews finden, über die diskutiert wird. Außerdem enthält der Pressespiegel möglichst viele verdrängte Meldungen, für die in der politisch korrekten Einheitspresse kein Platz ist. Immer wieder merkt man bei Diskutanten an ihrer Uninformiertheit und Ahnungslosigkeit schnell, daß sie den Pressespiegel nicht regelmäßig lesen. Sie sitzen wirklich in der zweiten Reihe.

Nicht Akzeptanz, sondern Relevanz

Immer wieder sind Leser irritiert, im Pressespiegel Dokumente zu finden, denen sie nicht zustimmen können, so beispielsweise die Islamische Charta (Nr. 8/9-2002). Aber genau das darf im politischen Kampf nicht fehlen; militärisch würde man sagen, die Feindlage. Der Pressespiegel ist keine Bestätigungs- oder Erbauungslektüre, sondern Arbeitsmaterial für Multiplikatoren und weniger für den "Endverbaucher" bestimmt. Mancher fühlt sich bei vielen Artikeln allein gelassen und mißversteht den Abdruck als Zustimmung.

Unkommentiert aber nicht bezugslos

Als sogenannter unkommentierter Pressespiegel dürfen keine eigenen Anmerkungen angefügt werden, auch wenn mancher Artikel danach schreit. Allerdings enthält der Pressespiegel nicht selten durch die Zusammenstellung eine sublime Kommentierung, die sich dem Kenner leicht erschließt.

Die Leser gehören zur Redaktion

Für den Pressespiegel wird eine extrem große Zahl von Quellen ausgewertet. Das könnte eine Redaktion weder zeitlich noch finanziell bewältigen.

 

Möglich ist dies dennoch, weil viele Leser regelmäßig Artikel, die ihnen wichtig erscheinen, nach Starnberg schicken. Kommt ein bestimmter Ausschnitt mehrmals an, dann kommt dies einer Abstimmung über die Aufnahme gleich. Die vielen Komplimente über diese Publikation fallen also zu einem Großteil auf die Leser zurück.

Vieles kann nicht erscheinen

Leider können oft Zusendungen aus technischen Gründen nicht berücksichtigt werden. Die Seiten des Pressespiegels sollen vom Empfänger möglichst oft kopiert und verbreitet werden. Deshalb ist eine gute Druckqualität unverzichtbar. Die Originale eigenen sich am besten. Markierungen und Unterstreichungen beeinträchtigen ein seriöses Erscheinungsbild. Leider fehlen nicht selten die genauen Quellenangaben. Außerdem ist es nicht hilfreich, beispielsweise einen Prozeßbericht vor dem Urteil zu veröffentlichen. Der nächste Erscheinungstermin wird im vorherigen Frieden 2000 mitgeteilt. Aufgenommen kann nur werden, was bis zum vorausgehenden Freitag eingegangen ist. Aktuelle Ereignisse können in Sonderfällen noch bis Dienstag früh, also einen Tag vor der Zustellung der Postvertriebsstücke am Mittwoch, berücksichtigt werden. Auch die Beiträge, die nicht im Pressespiegel veröffentlicht werden, sind für die vielfältige Informationsarbeit der Deutschland-Bewegung sehr nützlich.

Was sind die Auswahlkriterien?

Die Auswahl der Artikel für den Pressespiegel ist keine leichte Aufgabe, weil mehrere Informationsfunktionen gleichzeitig zu erfüllen sind. Unsere Leser in der Volksrepublik China oder in den USA wollen sich einen Überblick über die allgemeine politische Entwicklung in der Heimat verschaffen. Der politische Profi in Deutschland braucht exklusive Informationen. Der Redaktionsleiter sucht nach verdrängten Themen. Andere wollen Hilfen für die praktische Arbeit. Auch muß die Redaktion im Auge behalten, welche Zeitungen unsere Leser außerdem noch lesen. Deshalb erscheinen FAZ, Nation & Europa oder Junge Freiheit bei uns weniger. Agenturmeldungen (dpa, ddp, Reuters, AP u. a.) erscheinen in vielen Blättern, wobei allerdings nur die großen Zeitungen genügend Platz haben, diese ausführlich abzudrucken. Deshalb erscheint beispielsweise die Süddeutsche Zeitung häufiger, als uns das lieb ist. Priorität haben die Druckvorlagen, die für die Herstellung von Flugblättern intensiv genutzt werden sollten.

Inhaltsverzeichnis im Netz

In den Pressespiegel werden auch Artikel und Dokumente aufgenommen, die zu einem späteren Zeitpunkt gebraucht werden. Mit Hilfe der Volltextsuche können die entsprechenden Meldungen gefunden werden. Unter www.deutschland-bewegung.de/Pressespiegel sind die Inhaltsverzeichnisse abgelegt. Damit bietet der Pressespiegel ein Archiv, das sich z. B. bei Reden, Artikeln und Leserbriefen sehr bewährt hat.

Anleitung zum Handeln

Publikationen werden nicht selten zum Selbstzweck, nehmen sich wichtiger als die Aufgabe, der sie dienen sollten. Der Pressespiegel ist Bestandteil der täglichen Arbeit von Patrioten für ein besseres Deutschland, in dem Einigkeit und Recht und Freiheit verwirklicht werden.