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Wie organisiere ich eine Mahnwache?
Eine politische Bewegung, die an die Menschen herankommen will, muß bekannt werden. Weil die Medien allenfalls negativ berichten und die Menschen bequem sind, müssen wir zu ihnen kommen. Eine der besten Methoden ist die punktuelle kleine Demonstration, die thematisch und organisatorisch so angelegt ist, daß mit vielen Bürgerinnen und Bürgern unmittelbarer Kontakt entsteht. Das ist viel wirksamer als abgeriegelte Aufmärsche, die durch Gegendemonstrationen den politischen Gegner stärken und die Bürger verschrecken.
Die Deutschland-Bewegung braucht sich mit ihren Themen nicht zu verstecken. Gegen US-Kriege, gegen betäubungsloses Schächten, Zuwanderung und Ausländerkriminalität - die Themen sind mehrheitsfähig. Was hindert uns also daran, damit auf die Straße zu gehen?
Die "Aktion" als Bestandteil der "Bewegung" hat Vorteile: Sie schweißt die Aktiven zusammen, weckt neue Kräfte und bringt ungeahnte Zustimmung bei den Mitbürgern. Im besten Fall werden sogar neue Mitstreiter gewonnen, womit sich die Strukturen verbessern lassen.
Wichtig: Jeder muß selbst den Drang zur Aktion verspüren - ein Bedürfnis, das schon beim täglichen Lesen der Zeitung entspringt. Wie "im richtigen Leben" muß einer den Vorreiter machen, die anderen ziehen mit. Wie geht das nun mit Infoständen, Mahnwachen und Flugblattaktionen?
Am einfachsten ist die Flugblatt-Aktion. Sie bedarf keiner Anmeldung, kann also spontan durchgeführt werden. Kopiervorlagen gibt es genügend im Pressespiegel. Im Kopierladen kostet eine Doppelseite höchstens 20 Cent, somit lassen sich einige 100 Flugblätter schnell erstellen.
Wichtig sind Ort und Zeit der Aktion. Zu beachten: Nicht im, sondern vor dem Veranstaltungsraum (auf öffentlichem Grund) verteilen und das Hausrecht beachten.
Ein Infostand oder eine Mahnwache muß beim Ordnungsamt bzw. (in kleineren Gemeinden) im Rathaus angemeldet werden.
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Vorher den Sachbearbeiter ausfindig machen. Dabei kann oft schon Ort und Zeit abgeklärt werden. Normalerweise genügt ein formloses Schreiben mit folgenden Angaben: Ort, Zeit, Thema, etwaige Anzahl der Teilnehmer, Kundgebungsmittel (z.B. Transparent, Infotisch, Flugblätter), Verantwortlicher und Stellvertreter. Es kann sein, daß die Vereinssatzung angefordert wird (bei der ersten Anmeldung). Notfalls bitte mit Starnberg in Verbindung setzen.
Die Verwaltung erläßt dann gegen Gebühr (zwischen 5 und 20 Euro) einen Veranstaltungsbescheid, der mitgeführt werden muß.
Ort und Zeitraum sollten so gelegt werden, daß eine optimale Passantenfrequenz erzielt wird, also z. B. neben Märkten oder in der Fußgängerzone. Ein Klapptisch für die Infoblätter (Kopieren oder in Starnberg anfordern) und ein Transparent (Plakat oder Plakatständer), evtl. ein Schirm sind erforderlich. Der Passant soll auf einen Blick das Thema erkennen. Deshalb mindestens ein Plakat mit der Hauptlosung. Die örtliche Presse sollte mindestens zwei Tage vorher informiert werden (Pressemeldung mit Thema). Mit der Polizei ist ein kooperativer Kontakt hilfreich. Optimal sind regelmäßige Wiederholungen, weil dann der Wiedererkennungswert steigt. Wenn die Menschen merken, daß sich hier jemand traut, offen zu sagen was sie selbst denken, tritt eine Solidarisierung ein - das optimale Ergebnis einer solchen Aktion.
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